Elfriede Jelinek: Die Sprache von der Leine lassen (Altersfreigabe: 16+)

Wunderkind, skandalumwitterte Autorin, Vaterlandsverräterin, Feministin, Mode-Liebhaberin, Kommunistin, Sprachterroristin, Rebellin, Enfant terrible, Nestbeschmutzerin, brillante und verletzliche Künstlerin.
Die Veranstaltungsreihe Wochen der deutschen Sprache wird mit der Vorführung eines Films und einer anschließenden Diskussion zu Ehren von Elfriede Jelinek anlässlich ihres 80. Geburtstags eröffnet, die von der Österreichischen Botschaft organisiert.
Der Film widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung der Autorin mit der Sprache. Sie erhielt 2004 als erste deutschsprachige Schriftstellerin den Nobelpreis für Literatur. Der Film ist ein vielschichtiges, assoziatives Porträt voller Widersprüche. Aus unmittelbarer Nähe nähert er sich der für Jelinek charakteristischen Technik der sprachlichen Montage und eröffnet einen persönlichen Blick auf ihre künstlerische Arbeitsweise.
Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Diskussion und ein Austausch mit der Filmwissenschaftlerin Dr. Olga Kourelou und der Theaterregisseurin und Klassischen-Rezeptionsforscherin Dr. Magdalena Zira statt.
Dr. Magdalena Zira ist Theaterregisseurin und Wissenschaftlerin im Bereich der Klassischen Rezeption und lebt in Zypern. Sie hat Theaterstücke und Drehbücher für Kurzfilme geschrieben sowie Texte für die Bühne adaptiert. 2019 wurde sie vom Staatstheater Zypern zur Künstlerin des Jahres ausgezeichnet. Sie ist Mitbegründerin des preisgekrönten feministischen Theaterensembles Project Season Women. Ihr besonderes Interesse gilt dem antiken griechischen Drama und Mythos sowie deren zeitgenössischer Neubearbeitung aus feministischer und postkolonialer Perspektive. Seit 2012 ist sie künstlerische Mitarbeiterin von Animafest Cyprus, dem Internationalen Animationsfilmfestival Zyperns. Darüber hinaus war sie Mitglied internationaler Festivaljurys und nahm an Theater- und Klassik-Konferenzen teil.
Dr. Olga Kourelou promovierte in Filmwissenschaft am King’s College London. Nach Lehrtätigkeiten am King’s College London und an der University of Sussex ist sie heute Adjunct Lecturer an der University of Nicosia. Sie war Mitglied des zyprischen Filmbeirats und wurde inzwischen in den Unterausschuss für Drehbuchbewertung berufen. Zu ihren Forschungsinteressen zählen Star Studies, Gender, Rasse und das europäische Kino, mit besonderem Schwerpunkt auf dem griechischsprachigen Film. Derzeit ist sie Mitherausgeberin eines Buches über das transnationale griechische Kino, das bei Edinburgh University Press erscheinen wird.
Genre: Dokumentarfilm Regie: Claudia Müller, Produktionsjahr: 2022 Dauer: 96
Sprache: Deutsch mit englischen Untertiteln
Darsteller: Elfriede Jelinek, Stefanie Reinsperger, Ilse Ritter, Martin Wuttke, Sandra Hüller, Maren Kroymann, Sophie Rois
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=dgbaow29O8I
In Zusammenarbeit mit: Friends of Cinema Society
Mit der Unterstützung der Charles Haimoff Fondation



